Stoffsache

Neulich in einer Tschibo-Filiale: Die Verkäuferin packt das Päckchen Kaffee ohne mit der Wimper zu zucken in eine Plastiktüte. Sie nennt es Service. Ich nenne es Achtlosigkeit. „Ich brauche keine Tüte und es wäre besser, Sie würden vorher fragen.“ Sie schaut mich gereizt an. Schließlich sind Plastiktüten eine fürsorgliche Geste Richtung Kunde.

Stofftasche vom Kinderschuhladen der kleine Knurrhahn

Die Knurrhahn-Stofftasche

Lange Rede, kurzer Sinn. Wir vom Knurrhahn möchten weniger Tüten (egal ob Plastik, Papier oder Stoff). So fragen wir, ob die Schuhe noch im Kinderwagenkorb oder in großen Handtaschen Platz finden. Wer dann trotzdem eine Tüte möchte, hat wenigstens über die Option des Eigentransportes nachgedacht.

Meist verwenden wir Papiertüten. Auch diese tragen ökologisch gesehen keine weiße Weste. Ihre Herstellung belastet die Umwelt sogar mehr als die der Plastiktüte. Bei der geringen Reißfestigkeit von Papier ist außerdem kaum zu erwarten, dass die Papiertasche wieder zum Einsatz kommt. Pluspunkt ist die kürzere Verwitterungszeit – vor dem Hintergrund, dass der über die Meere treibende Müllteppich zu einem Dreiviertel aus Plastik besteht. 100 bis 500 Jahre vergehen, bis die Natur Plastik entsorgt – hochproblematisch für das Leben im Wasser.

Unsere Lösung: Die Baumwolltasche mit lässigem Knurrhahn-Print. Die Erzeugung von Stofftaschen verursacht zwar hohe Emissionen – die Werte sind höher als bei der Papier- oder Plastiktütenproduktion. ABER: Wer seinen Stoffbeutel mehrmals verwendet (optimal ist 30mal) ist ökologisch gesehen aus dem Schneider. Also liebe Kunden, wir wollen uns nicht als Umweltanwälte aufspielen, jedoch ein kleines Zeichen setzen.
Den Knurrhahn-Stoffbeutel verschenken wir bei größeren Einkäufen. Ansonsten kostet er samt coolem Design 1 Euro. Und ebenso wie das Stempelkärtchen – bitte wieder mitbringen!